Ferropolis 21.06.2008 Die Ärzte

9. August 2008 um 23:53 Uhr

Es zwar schon etwas her, aber nun folgt mein Bericht zum Open Air Konzert der Ärzte in Ferropolis.
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Als der Termin näher rückte musste der ganze Spaß ja erstmal organisiert werden. Wie reisen wir an Zug, einer erklärt sich als Fahrer oder wie ?
Ich fragte nur so aus Spaß (ERNSTHAFT) einen Kollegen und Freund, ob er nicht Lust hätte uns zum Konzert zu fahren.
Es kam die Antwort : Naklar, warum nicht.
Da war nicht nur ich platt !
An dieser Stelle : KNUT DU BIST UNSER ABSOLUTER HELD ! DANKE K-NUT !
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Kurz Palaber bemacht und schon stand die Sache. Ein Traum bis hier hin. ;)

Nun war es soweit. 21.06.2008
Nachdem ich den Samen aus Seiner fernen Heimat Goslar abgeholt hatte, traf sich die Truppe bei Röbby.
Nach einem kurzem Zwischenstop bei mir ging es auch schon los.

Ab auf die Autobahn … Moment … Etwa 400m nach dem Start erklärte Houze das er SCHON pissen müßte!
Na Hurra ! Ein Bombenstart ;)
Kurz und gut, die Anreise Dessau lief ohne Probleme und echt schnell.
Da dachten wir Uns wir kehren in einem amerkanischen Schnellrestaurant ein um uns zu stärken.
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Gemütlich gegessen, und den plattgesessenen Hintern entspannt … Wir lagen ja super in der Zeit.
Im Internet stand das man 15min mehr einplanen sollte wegen einer Umleitung. Hehe kein Thema …
Ich spürte schon das kühle Bier in meiner Kehle … Waren ja nur noch so ungefähr 5km bis zum Ferropolis.

Also ab ins Knut-Mobil und auf zum Endspurt.
Nach 300m kamen wir unsanft zum stehen. STAU!
Gut, da dachten wir uns noch absolut nix Schlimmes. ABER …
Nach 20min Stillstand machten wir uns Gedanken.
VERDAMMT !

Ich musste realisieren das es ein echter SUPERSTAU war. Man konnte ohne Probleme aussteigen und ein bissl wandern.
Es ging echt nur zäh voran. Und die Uhr tickte. Einlass 18Uhr … Hhhmmmmmm…. das könnte knapp werden.
Im Vorfeld haben wir uns einen Helm gemacht ob wir die beiden Vorbands ohne Komplettverlust der Gestik überstehen.
Naja, egal … Wenn wir was von den Vorbands verpassen is Latte. Nach über 1Stunde und 500m ging die Stimmung Richtung Tiefpunkt.
Es ging nix ! Im Radio fingen die ersten Durchsagen an, das es zu Verzögerungen kommt bei der Anreise zum Konzert der Ärzte.
Gut … Locker bleiben und Bierreserven einteilen ;)
Unglaubliich, wir waren ein Teil des Films SUPERSTAU

Die Uhr zeigte 18:00 Uhr. Die Gesichter im Auto zeigten: “VERDAMMT ! ES IST EINLASS!”
Ein Blick in die anderen Autos sprach Bände! FRUST !
Nachdem wir unglaubliche 1,248km geschafft hatten und in einem Dessauer Dorf standen, kam ein Auto auf der anderen Seite der Straße zum stehen. Daraus kamen 3 Frauen im Feuerwehr Look.
Die Angst vor einer miesen Vergewaltigung runtergeschluckt, und spontan gefragt :”Huhuuuu … Gibt es einen anderen Weg zum Ferropolis ?”
Als Antwort bekamen wir, mit einem fiesen Grinsen:” Noooh, däs is däh äinzje Wäch zum Musikkonzärt!”
VERDAMMT !
Der liebevolle Hinweis das die Schlange von Autos noch locker 4km anhält, brach dan die letzten Freuden, im Knut-Mobil.

Ich mache nun mal einen Zeitsprung von 1,5Stunden in eine Waldstrasse ein 5min Fussmarsch vom letzten Szenario entfernt.
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Es fehlte nur, das einer ein Grill anschmiss und alle anderen zur Stau Party aufforderte.
Das Radio vermeldete gegen 20Uhr das die Ärzte Ihren Auftritt verschieben Aufgrund der falschen Organisation.
Mal Ernsthaft ! Der Ablsoute Konzert Alptraum !

Auf einem Teilstück der Slow-Go-Reise, meinten Anwohner das es einen Weg durch den Wald gibt, durch den man direkt am Ferropolis rauskommt. Hhmmm…. Scheiß drauf ! Weit gefehlt … K-Nut wollte es versuchen.
Ich kam mir vor wie DISCOVERY CHANNEL im Amazonas. Dieses Stück Wald hatte vor uns noch kein Westdeutscher betreten, geschweige denn mit dem Auto befahren !
Sackgasse ! Das war sowas von klar ! Grrrrrr …….
Wir reihten uns brav wieder mitten in die Schlange gen Ferrospolis ein.

Wir kamen irgendwann an. PULS !
Ab in den Shuttle Bus, …
Da waren wir endlich ! Das Konzert war schon im Gange :(
Egal … Wir genossen in vollen Zügen und Schlucken das Konzert !

Die Abreise war ein ähnlicher Horror !
Die Shuttle Busse waren langsamer als das Fussvolk.
Nachdem Houze und meine Wenigkeit im Bus ein paar Götz Widmann Lieder lauthals anstimmenten, meinte Houze völlig ruhig : “Mann, ich muss pissen!”
Da dachte ich mir nix bei, weil keine Spur von Panik die Situation verstärkte.
ABER …. dann nahm es seinen Lauf. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Da schnappt sich doch der Kerl einen Bierbecher, öffnet seine Hose und füllt das Teil bis zum Rand mit Seiner
37° warmen Körperflüssigkeit. Unglaublich. Es war noch eine ganze Ecke zum fahren. Nun stand mir die Angst in Gesicht geschrieben! VERDAMMT ! Halt das bloß fest ! Ich konnte nicht mehr vor lachen. Dann kam noch ein “RESPEKT” aus den hinteren Reihen. MUHAHAHAHAHA ….
Trocken angekommen ging es nun ab zum wartenden Helden des Tages. KNUT !
In Ostdeutschland ist es NICHT möglich eine Umleitung auszuschildern ! Nach etlichen Kilometern des Versuches Richtung Westen zu flüchten kamen wir früh morgens in einem verträumten Ostzonendorf an.
Dort sprach ich eine Gruppe stark vom Alkohol beeinträchtigten Jugendlicher an.
Nachdem ich Ihnen erklärte das wir Wessis auf der Flucht sind, und ich deren Lachkrampf abwartete, erzählte diese mir, das die nächste “ELBFÄHRE” gegen 7:00Uhr morgens fährt.
Nachdem wir den Schock verdaut hatten machten wir Uns auf die Suche nach einer anderen Fluchtmethode in den Westen. Knut schaffte es auch …

Schnell vergehende Stunden später steuerten wir die Heimat vom Samen an. Dort noch kurz die ansässige Dorfjugend aufgemisscht und um 10€ erleichtert(Hat Goslar schon den Euro ?) ging es Richtung Heimat.

Alles im allem ein schräger aber doch schöner Tag !

Let´s Rock !